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Programm der Kooperationsveranstaltung
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Informationen zur
Biotechnologie in China (September 2009) |
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In den
letzten Jahren hat China den Ausbau seines Forschungspotenzials
kontinuierlich vorangetrieben, insbesondere durch die enorme Steigerung
seiner Ausgaben für Forschung und Entwicklung und die verstärkte Ausbildung
von Fachleuten.
Noch zu
Beginn des 21. Jahrhunderts lag China in Bezug auf die Investitionen in
Wissenschaft und Forschung gleichauf mit Deutschland
(in absoluten Zahlen). Doch bereits im Jahr 2006 konnte sich China nach
einer
Verdopplung seines Forschungsbudgets (Anteil von 1,4 % am
Bruttosozialprodukt) weltweit auf Platz 2 vor Japan schieben, so dass nur
die USA noch mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben.
Im Februar
2006 verkündete China eine Innovationsstrategie bis zum Jahr 2020. Ziel ist
es, China zu einem innovationsstarken Land zu machen und gleichzeitig die
Abhängigkeit von ausländischer Technologie stark zu reduzieren. So soll der
FuE-Anteil am BIP bis zum Jahr 2010 auf 2,0 % und bis 2020 auf 2,5 %
gesteigert werden.
Ein
Drittel der Ausgaben für Forschung und Entwicklung stammen aus dem
öffentlichen Haushalt und zwei Drittel aus der Wirtschaft. Besonders großer
Wert wird in China auf die Industrialisierung und Kommerzialisierung der
Forschungsergebnisse und Technologien gelegt. |
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Bei der
weiteren Entwicklung von Wissenschaft und Forschung kann sich China auch
zunehmend auf qualifizierte Fachkräfte stützen, die nach einer Ausbildung
und anfänglicher beruflicher Tätigkeit im Ausland nach Hause zurückkehren.
Gerade diesen Fachleuten wird nicht nur im universitären Rahmen, sondern
auch in spezifischen Inkubatoren (Gründerzentren) für zurückkehrende
Auslandsstudenten großzügige Förderung gewährt. Sie sind zum Teil
Bestandteil der im ganzen Lande im Rahmen des China-Torch-Programms CTP
errichteten High-Tech-Entwicklungszonen (Technoparks), von denen es auf
Nationaler Ebene 53 gibt.
So hat die
chinesische Forschung in vielen Bereichen bereits zum Niveau der
entwickelten Industrieländer aufgeschlossen, bzw. ist auf dem Weg dorthin. |
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China
investiert zunehmend in neue Technologien, darunter auch in die
Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik und hat hier in den letzten
Jahren große Anstrengungen unternommen und auch erste große Erfolge erzielt.
Südchina ist auf dem besten Wege, nicht nur das führende Produktions- und
Entwicklungs-Zentrum für Elektronik und IT zu werden, sondern gleichfalls
für die Biotechnologie und verwandte Fachgebiete, von der Forschung über die
Entwicklung bis zur Produktion.
Mit Unterstützung durch
die Regierung konnte China unterdessen im Bereich der Biotechnologie bereits
einen der vorderen Plätze in der Welt einnehmen. |
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Eine
Studie der University of California, Davis, hat ergeben, dass China, hinter
Nordamerika, an mehr biotechnologisch hergestellten pflanzlichen Produkten
arbeitet als jedes andere Land der Welt.
Besonderes Gewicht legt China auch auf die Genomforschung und ist Mitglied
des internationalen Human-Genom-Projekts. So wurde auf der Nationalen
High-Tech-Messe in Shenzhen im Oktober 2007 die erstmalige vollständige
Entschlüsselung des genetischen Codes eines asiatischen Menschen durch die
Niederlassung Shenzhen des Beijing Genomic Institute (BGI) verkündet. Damit
reiht sich China ganz vorne im internationalen Feld der Genomforschung ein.
Hier wurde zum dritten Mal eine vollständige Entschlüsselung des genetischen
Codes eines Menschen vorgenommen; die vorangegangenen 2 Projekte wurden in
den USA realisiert.
Darüber hinaus arbeitet dieses Institut auch daran, bis zum Ende dieses
Jahres die Genome von vier unter besonders extremen Bedingungen lebenden
Tierarten zu entschlüsseln, dazu zählen die Tibet-Antilope, der Eisbär und
der Pinguin.
Auf
der Asia-Pacific bio-economic Conference im Februar dieses Jahres in China
unterstrich der chinesische Minister für Wissenschaft und Technologie WAN
Gang, dass die Biotechnologie im mittel- und langfristigen Plan für die
Entwicklung von Wissenschaft und Technologie im Zeitraum 2006 bis 2020 zu
den fünf strategischen Prioritäten zählt und dabei besonders auf die
Entwicklung neuer Medikamente, transgenetischer Pflanzen und die Eindämmung
von ernsthaften Infektionskrankheiten Wert gelegt wird.
Im
Rahmen des 11. Fünfjahrplanes für die Jahre 2006 bis 2010 wurde ein
Nationales Entwicklungsprogramm für die Bio-Industrie beschlossen. So soll
im Jahr 2010 der Produktionswert der Biotech-Industrie bei 500 bis 800 Mrd.
RMB liegen (60 – 95 Mrd. Euro). Seit 2005 wurden in mehreren Schritten von
der Reform- und Entwicklungskommission landesweit 22
Biotech-Industriebasen auf nationalem Niveau benannt, wobei die Zentren
im Yangtse-Delta (Shanghai), im Perlfluss-Delta (Kanton), in der Bohai-Bucht
(Tianjin) und in Chongqing (Westchina) liegen. In diesen 4 Regionen
konzentrieren sich rund 80 % des Potenzials von ganz China. |
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Um
die Biotechnologie weiter zu fördern, werden in verschiedenen
High-Tech-Parks spezielle Biotech-Inkubatoren gegründet, so auch im SHIP
Shenzhen High-Tech Park der sogenannte SHIP Bio-Incubator. Darüber hinaus
wurde in Shenzhen die Shenzhen National Biological Industrial Base
errichtet, zu der solche bedeutenden Firmen der Biomedizin gehören wie
Kexing, BioKangtai, HYBIO, Hepalink, Sibiono, Sanofi Pasteur und Joincare.
Auch
in der Sonderverwaltungszone Hongkong wird die Biotechnologie besonders
intensiv gefördert. Dies umso mehr, als sich Hongkong seit der Rückkehr zu
China mehr und mehr von einem Produktionsstandort in ein Zentrum für
Forschung und Entwicklung wandelt. Im Hongkong Science & Technology Park
wurde im Oktober 2004 das Bio-Informatics Centre eröffnet, wo neben der
Bioinformatik auch DNA-Forschung, Genomics, Proteomics, Pharmazie sowie
Forschung und Entwicklung in den Bereichen Functional Food, biomedizinische
Instrumente, medizinische Diagnostik und Geräte konzentriert werden soll. |
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Überblick über 22 Nationale Biotech-Industriebasen in China (nur
Festland)
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Stadt |
Provinz |
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1 |
Nanning |
Autonom. Gebiet Guangxi |
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2 |
Beijing |
Beijing |
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3 |
Chongqing |
Chongqing |
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4 |
Guangzhou |
Guangdong |
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5 |
Shenzhen |
Guangdong |
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6 |
Shijiazhuang |
Hebei |
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7 |
Harbin |
Heilongjiang |
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8 |
Zhengzhou |
Henan |
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9 |
Wuhan |
Hubei |
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10 |
Changsha |
Hunan |
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11 |
Taizhou |
Jiangsu |
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12 |
Nanchang |
Jiangxi |
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13 |
Changchun |
Jilin |
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14 |
Tonghua |
Jilin |
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15 |
Xi’an |
Shaanxi |
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16 |
Dezhou |
Shandong |
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17 |
Qingdao |
Shandong |
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18 |
Shanghai |
Shanghai |
|
19 |
Chengdu |
Sichuan |
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20 |
Tianjin |
Tianjin |
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21 |
Kunming |
Yunnan |
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22 |
Hangzhou |
Zhejiang |
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