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Die Provinzhauptstadt Chengdu hat insgesamt rund
10,44 Mio. Einwohner, davon ca. 4,52 Mio. im engeren Stadtgebiet. Im Jahr
2006 zählte Chengdu zu den 5 lebenswertesten Städten Chinas. Gleichzeitig
gilt Chengdu als „Panda-Hauptstadt“ Chinas; der Panda ist eines der
nationalen Symbole des Landes. In Chengdu und in der näheren Umgebung gibt
es mehrere Panda-Aufzuchtstationen.
Hier ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in
Westchina. Außerdem hat sich die Stadt neben Chongqing zum
Wirtschaftszentrum Westchinas entwickelt. Die wichtigsten Industriezweige
sind Elektronik / Elektrotechnik, Maschinenbau (Automobil- und Flugzeugbau),
chemische Industrie (insbesondere Petrochemie), Nahrungsmittelindustrie,
Pharmaindustrie, Metallurgie und Baumaterialherstellung.
Besonders wichtig für die weitere wirtschaftliche
Entwicklung, insbesondere auch im High-Tech-Bereich sind Entwicklungszonen
auf staatlicher Ebene, wie die Hi-Tech Industry Development Zone und die
Economic and Technology Development Zone.
Im ersten Halbjahr 2008 stieg der Bruttoproduktionswert
der Stadt um 11,2 %, als Ergebnis des Erdbebens fiel die Steigerung um 3,2 %
geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Die Auswirkungen des Erdbebens waren
vor allen Dingen in den Bereichen Tourismus, Wohnen und Versorgung der
Bevölkerung zu spüren.
Selbstverständlich profitiert auch Chengdu von der
Go-West-Politik der chinesischen Zentralregierung, so dass sich hier auch
zunehmend westliche Unternehmen ansiedeln. Allerdings sind in Chengdu bisher
kaum deutsche Unternehmen zu finden.
Bei dem Erdbeben im Mai 2008 wurde auch Chengdu
erschüttert, das Epizentrum lag ca. 100 km nördlich bei der Stadt Dujiangyan. |